Hallo,

die Rommelshausener Pressestelle hat einen schönen Bericht geschrieben, den möchte ich euch nicht vorenthalten:

Rainer Handt

Kernen, den 12.10.2014
Modellflieger Rommelshausen e.V.

„Fliegende Kisten“ im Wettbewerb bei den Modellfliegern Rommelshausen

Motoren anwerfen – abheben – Flieger verfolgen – Punkte sammeln

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Eine bunte Truppe

Kernen-Rommelhausen:

Zum vierten Mal veranstalteten die Modellflieger Rommelshausen am Samstag (11.10.2014) einen Aircombat-Wettbewerb des Deutschen Modellfliegerverbandes. Erstmals waren die Oldtimer-Flieger 2010 hier am Start.

Ein Dutzend Piloten gingen den ganzen Tag mit ihren ferngesteuerten Doppeldecker-Modellen – den großen „fliegenden Kisten“ aus der Zeit des ersten Weltkriegs nachempfunden – an den Start. Motoren anwerfen, in den Himmel steigen, Flieger verfolgen, Punkte sammeln, lautete die Devise.

Die startenden Piloten aus mehreren Bundesländern hatten ihre maßstabsgetreuen, historisch nachempfundenen Flieger für eine größtmögliche Wendigkeit und Ausdauer in der Luft optimiert. Bundesweit nehmen sie regelmäßig an verschiedenen Flugplätzen an den Fliegerwettbewerben teil, um Punkte zu sammeln.

„Ein bissle echt, darf es schon ausschauen, immerhin sind wir nicht nur Flieger sondern auch leidenschaftliche Modellbauer“ sagt Henner Trabandt vom Rommelshausener Verein, der den Geschicklichkeitswettbewerb hier im Südwesten organisiert hat. Liebevoll nachgebaut sind manche Maschinen, kunstvoll bemalt und in ihren Cockpits sitzen tolle Pilotenpuppen mit wehenden Fliegerschals. Die Piloten am Boden sind nicht nur Flieger- sondern auch Bastelexperten.

Weil in den Modellen Elektromotoren oder schön leise tuckernde kleinste Viertakt-Verbrennungsmotoren eingebaut waren, brummelte es am Samstag so richtig nett am Flugplatz neben der Hangweide. Ständig sind die Piloten beim Aircombat mit allen Steuerfunktionen beschäftigt.

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Modelle im Vorbereitungsraum

Die drei Bestplatzierten waren dieses Jahr Patrick Klaile, Jan Siebenhaar und Patrik Maurer. Alle drei waren aus dem Südbadischen angereist und praktisch nicht zu schlagen.

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Die Sieger

Aircombat ist eine für Piloten und Zuschauer sehr spannende Team-Wettbewerbsklasse in der Modellfliegerei. Bis zu sechs Modelle sind gleichzeitig in der Luft. In mehreren Durchgängen messen sich bei einem WWI-Aircombat-Wettbewerb die erfahrenen RC-Piloten. Es handelt sich um einen Luft-Wettkampf im Geschicklichkeitsfliegen – nicht um Kriegstümelei, wie die Bezeichnung „Aircombat“ missverstanden werden könnte. Weil etliche Piloten pro Durchgang nah beieinander stehen und ihre windempfindlichen Flieger auch mal knapp an ihnen vorbeischaukeln, tragen die Flieger zum Schutz immer originelle Helme, manche in Anlehnung an die alte Fliegerzeit.

Ein Teil des Wettbewerbs ähnelt der spielerischen Fuchsjagd. Den Flugzeugen angebundene 15 Meter lange Papierbänder (Fachbegriff: Streamer) müssen per Propeller vom verfolgenden Flieger in der Luft abgeschnitten werden, ohne das eigene Band zu verlieren.

Dannach geht es per Sturzflug rasant nach unten. In den Boden gesteckte Stelen aus Styropor werden schließlich im Tiefflug mit den Flügeln „rasiert“. Packende Verfolgungsjagden sind keine Seltenheit. All das in einem Zeitkontingent erbrachte Können bringt Punkte und eine Riesen-Gaudi ist es noch dazu – für die Piloten und die Zuschauer.